Newsletter Nr. 11, April/Mai 2018

 

Liebe Freunde, Klienten und Astrologie-Interessierte!

Liebe Freunde, Klienten und Astrologie-Interessierte!

Im Oktober vorigen Jahres setzte sich mit dem Eintritt Jupiters in das Tierkreiszeichen Skorpion  eine Phase der Transformation fort, die schon vor Jahren mit der Uranus-Pluto-Konstellation begonnen hatte. Die Bereiche, in denen auf globaler Ebene ganz neue Formen entstehen wollen und sicher auch werden, sind: 

  • Bewusstsein (Uranus-Pluto)
  • Lebensressourcen (Uranus in Stier)
  • Kulturen und Weltanschauungen (Jupiter im Skorpion)
  • Fomren und Regelungen sozialen Lebens (Saturn in Steinbock)


In den letzten beiden Aussendungen widmete ich mich den Standortwechseln von Saturn und Uranus.

Als Vierter im Bunde hat im April auch Chiron seinen Aufenthaltsort in den Fischen verlassen und ist in das Zeichen Widder gewechselt. Der anstehenden Transformation in diesem Bereich ist dieser Newsletter gewidmet.

Die sog. Langsamläufer wechseln alle 3 Jahre (Saturn) bis 15 Jahre (Pluto) in das jeweils nächste Tierkreiszeichen.  Auf globaler oder gesellschaftlicher Ebene bilden sich dann dem Planeten entsprechende neue Qualitäten im Bewusstsein, im Denken, im Handeln heraus. Dass nun innerhalb eines Jahres vier Planeten zugleich einen Zeichenwechsel vollziehen, lässt auf Verdichtung/Beschleunigung eines anstehenden Wandels schließen.

 

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Zum Inhalt:

> Zum Zeitgeschehen: Chiron, Kraft zur Heilung

> Zum Zeitgeschehen: Dunkelheit und Licht

> Chiron im Widder: Licht ins Dunkel

> Das Ingress-Horoskop

> Dies und Das

 
 

1. Zum Zeitgeschehen: Chiron, Kraft zur Heilung

 

Chiron, die Sehnsucht nach Heilung

Die Entdeckung

Der Kleinplanet Chiron wurde am 1.11.1977 entdeckt. Er bewegt sich wie die anderen Planeten unseres Sonnensystems um die Sonne.   Die Namensgebung orientierte sich auch hier an Gestalten der griechischen Mythologie.

Der Mythos

Chirons Vater ist Zeus, der ihn, um nicht von seiner Gattin entdeckt zu werden, in Gestalt eines Pferdes mit der schönen Philyra zeugte. Das Kind war eine Mischung aus Pferd und Mensch, ähnlich den Kentauren (wilden Kerlen mit Pferdeleib und menschlichem Oberkörper, deren Urvater Ixion den ersten Verwandtenmord begangen hatte), Chiron aals Sohn des höchsten Gottes war weise, friedfertig und außerdem unsterblich.

Bei einem Streit zwischen Herakles und einigen Kentauren wurde Chiron  aus Versehen von einem der giftigen Pfeile des Herakles getroffen. Auf der Suche nach Heilkräutern für seine Wunde erwarb Chiron großes Wissen in der Heilkunst, mit dem er vielen Menschen helfen konnte. Seine eigene Wunde jedoch heilte nie. Als er seine Qualen nicht länger ertragen konnte, verzichtete er auf seine Unsterblichkeit. Nach seinem Tod machte ihn Zeus zu einem Sternbild am Himmel.

Bedeutung in der Astrologie

Der Standort Chirons im Geburtshoroskop zeigt eine Verletzung an: seelisch, körperlich, sozial, spirituell... und dieser Bereich scheint nicht heilen zu wollen. Wir tragen die Verwundung – zum Glück nicht ständig spürbar – sehr lange, vielleicht unser ganzes Leben lang mit uns. Dabei entdecken wir, was uns gut tut, wer oder was uns helfen könnte. Die globalen Verwundungen liegen ebenfalls in unterschiedlichen Bereichen vor: im kollektiven Bewusstsein, in den Lebensbedingungen vieler Menschen, in der Natur, um nur einige zu nennen. Und in allen Bereichen arbeiten und forschen Menschen bereits an der Entdeckung effektiver Hilfen, um der kollektiven Versehrung ein Ende setzen zu können.

 

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2. Zum Zeitgeschehen: Dunkelheit und Licht

 

Wenn die Wunde unerträglich wird

Das Zeichen Widder steht für die reale, stoffliche Existenz aller Erscheinungen.  Widder-Geborene richten demgemäß ihr Augenmerk  auf ihr eigenes gutes (Über-) Leben und das der Menschen, die ihnen am Herzen liegen. Dafür sind sie bereit, sich mit anderen zu messen, wenn nötig, auch kämpferisch, um ihre Ziele und Vorhaben zu erreichen. Sie sind die Spezialisten, wenn es darum geht, etwas durchzusetzen. Widerstand ist ihnen willkommen, sie reiben sich gerne; so erleben sie sich in ihrer Eigenart und Stärke.  Widder ist das Prinzip „Ich an erster Stelle“ und symbolisiert so unseren Lebenstrieb. In einer übertriebenen Ich-Bezogenheit fügen sie jedoch ihrer  Umwelt Schaden zu (letzten Endes auch sich selbst).

Einseitige Ich-Bezogenheit als Lebensphilosophie ist mitverantwortlich für die Verwundungen der Erde und der Gesellschaften. Die Schäden der destruktiven Kräfte werden  zunehmend konkret erlebbar. (Widder steht ja für die konkrete Erscheinungswelt). Aussterben von Tier- und Pflanzenarten, unmäßiger Verbrauch von Rohstoffen etc. wie auch globale Konflikte bedrohen inzwischen die Existenz der Menschheit in einem wahrscheinlich in der Geschichte noch nicht dagewesenen Ausmaß.  
Aggression und rücksichtslose Selbstbezogenheit (die Schattenseite des Widderprinzips) sind auf allen Ebenen (kollektiv wie privat) wie die giftigen Pfeile des Herakles, des wegen seiner Brutalität sowohl gefürchteten als auch bewunderten Kriegers der griechischen Mythologie.

Die kommenden Jahre werden zeigen, dass dieser lebensfeindliche Weg nicht länger gangbar ist. 

Ein Hinterfragen und Verändern von geistigen Konzepten und gewohnten Lebensweisen würde eine heilsame Wende bringen. 

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3. Chiron im Widder: Licht ins Dunkel

 

Kooperation statt Konkurrenz

Wäre Chiron nun eine Person, würde er vielleicht Folgendes zur Menschheit sagen:

An alle, die glauben: "Nur die Starken überleben (haben das bessere Leben)"

Schaut einmal über den eigenen Bedürfnisrand: Die Menschen rund um Euch haben dieselben Grundbedürfnisse, ähnliche Träumen, Schmerzen und Ängste. Ihr seid nicht so verschieden, wie Ihr denkt. Ihr seid auch nicht so voneinander getrennt, wie es scheint. Lenkt Eure Aufmerksamkeit langsam weg von Euch selbst und lernt, andere als Wesen mit derselben Daseinsberechtigung wahrzunehmen. Nicht nur „Ich für mich!“ oder „Du für mich!“ sondern „Ich für dich!“ und  „Ich für uns!“ würde ich mir als neue Philosophie wünschen.

Entwickelt ein Gefühl  für ein neues „Wir“. Die folgende bekannte Geschichte vom Unterschied zwischen Himmel und Hölle stellt das sehr anschaulich dar.  

http://blog.medienecken.de/der-prophet-und-die-langen-loeffel/

Überdenkt die Theorie vom Überleben des Stärkeren, die sich seit Tausenden von Jahren in Euer kollektives Bewusstsein eingeprägt hat. Die Theorie von der Notwendigkeit des Wettkampfes und der Konkurrenz. Die herrschende Definition von Stärke und Leistung. Die in vielen Staaten praktizierte Brutalität gegen Querdenker und andere sich nicht dem jeweiligen Diktat unterwerfende Menschen. Holt den anderen Pol wieder in Euer Bewusstsein und erkennt das Starke im sog. Schwachen.

Ersetzt skrupellosen Wettbewerb durch Kooperation. Beginnt bei Euren Kindern: Weniger Spiele, bei denen es ums gegenseitige Sich-Messen geht. Spiele können ja auch die Erfahrung fördern, dass gemeinsam bessere Ergebnisse erzielt werden als allein. Spiele, in denen soziales Verhalten „belohnt“ wird; Spiele, in denen jeder sich seiner Eigenart gemäß einbringen darf und geschätzt wird. Spiele, in denen Unterschiedlichkeit Spaß macht und als sinnvoll erlebt werden kann.

Kooperation stärkt den Einzelnen, und nimmt Euch außerdem viel Stress. Nicht alles muss auf Euren eigenen Schultern liegen. Der Krieger darf sich auch einmal ausrasten.

Setzt Eure Kraft und Euren Mut jedoch dort ein, um das Falsch-Laufende bewusst zu machen. Nützt Eure Lust an der Reibung dazu, Mißstände aufzuzeigen und initiiert Projekte zu deren Veränderung. Wer wenn nicht Ihr, seid dazu in der Lage.

Wenn Ihr Euch mit meiner Führung auf das neue Selbst- und Weltverständnis einlässt, könnt Ihr – wie es im Buddhismus heißt – „heilige Krieger“ werden. Menschen, die anstatt ihr Gegenüber zu bekämpfen, die übertrieben ich-orientierte Person in sich selbst entdecken und besänftigen.
Eure bisher guten Freunde, Rücksichtlosigkeit und Gier, werdet Ihr dann als Feinde begreifen, die Euch in Wahrheit mehr schaden als nützen.

 

An alle, deren Motto ist:  "Zuerst der andere, dann ich"
(wenn überhaupt :-) )

Euch wird Kooperation wahrscheinlich leicht fallen. Euer soziales Bewusstsein ist ausgeprägt, doch wie steht es um die Sorge für Euch selbst? Du selbst bist auch jemand, der Liebe und Fürsorge braucht! Vielleicht erfährst du bereits, wie schön es ist,  dich selbst zu bejahen und zu schätzen. Ich will deinen Mut unterstrützen, bei Bedarf auch mal Nein zu sagen, klar und bestimmt, ohne den anderen gleich ins Unrecht zu setzen.

Wenn du dich selbst als wichtig und liebenswert erlebst (und dieses Erleben will ich dir bringen), leistest du ebenfalls einen Beitrag zum Frieden – in dir, in deiner Gemeinschaft, im größeren Ganzen.

Wenn du dich liebst, wirst du ohne Schuldgefühle Grenzen setzen.

Wenn du dich liebst, wirst du dafür sorgen, dass es dir an nichts Wichtigem fehlt.

Wenn du dich liebst, wirst du  deine Gefühle und Gedanken da sein lassen, und dich nicht dafür kritisieren. 

So entsteht Frieden in dir. Du wirst ihn ausstrahlen, andere damit anstecken. Auch du wirst ein heiliger Krieger, eine heilige Kriegern. Dein bisher unliebsamer Gegner, die Angst, wird sich immer öfter zurückziehen.

 

Diejenigen Wunden der Natur wie auch der menschlichen Gesellschaften, die von der Menschheit verursacht wurden, rühren aus Haltungen wie Eigennutz, Rücksichtlosigkeit, Kurzsichtigkeit, Streben nach unbegrenztem Wachstum etc. Dahinter steckt die Überzeugung: Was du mehr hast als ich, das fehlt mir, also muss ich es mir holen (Schatten der Widder-Energie). 

Die Wissenschaft wird sich vielleicht bald schon der Erkenntnis öffnen, dass nicht alles mit ihren Methoden messbar ist, und das Nicht-Messbare trotzdem existiert. Dass sich nicht alles kontrollieren lässt. Dass Beschleunigung und die Erwartung von permanenter Leistungssteigerung Menschen von sich selbst entfremdet und erschöpft. Dass ins Unermessliche steigender Konsum langfristig zum Absturz in Armut führen muss, wenn wie bereits jetzt die jährlich vorhandenen Ressourcen (Nahrung, Energie) jedes Jahr zu einem früheren Zeitpunkt aufgebraucht sind (2018: Deutschland: im Mai,  Österreich im August).

https://derstandard.at/2000084499413/Ab-jetzt-macht-die-Menschheit-oekologische-Schulden

Chiron besaß Weisheit und Liebe zu den Menschen, obwohl er litt.  Wir dürfen hoffen, dass sich diese Kraft unaufhaltsam ausbreiten wird und die Menschheit erfahren darf, was dieses Prinzip bedeutet: Am Ende erhält Chiron seinen Platz als Sternbild am Himmel. Materie existiert in Einheit mit dem Universellen. Es ist wahrscheinilch, dass nun immer mehr  Menschen in ihrem Inneren diese Einheit erfahren werden, endliches Wesen zu sein eingebettet in das Göttliche in sich selbst, und so wird langfristig aus dieser Synthese  etwas Friedvolles, Heilsames hervorgehen.
 

 

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4. Chirons Eintritt in das Zeichen Widder

 

Ingress: 17.4.2018, 10:08, berechnet auf Wien

Horoskope auf die Haupstadt eines Landes repräsentieren, wie sich globale Tendenzen für dieses Land und seine Bevölkerung zeigen. 

Der Aszendent Krebs mit seinem Herrscher Mond im 11. Haus zeigt, worum es geht: Aus dem Empfinden vieler Einzelner (Krebs, das Subjektive, das Individuum) wollen/werden neue soziale Formen entstehen.

Materielle Sicherheit und Versorgung durch den Staat könnte es in einigen Jahren nicht mehr in der bisherigen Form geben: Das Zeichen Stier steht zur Gänze im 11. Haus des Umbruchs und der Neuerfindungen.

Ein tiefgreifender Wandel in der Identität  der Österreicher (Sonne-Uranus) könnte sich in den nächsten 9 bis 10 Jahren vollziehen. (Bis 2027 bleibt Chiron im Stier, bis er in das nächste Zeichen Stier wechselt). 

Eine Sonne im 11. Haus bringt immer das, was in der Vergangenheit übersehen oder liegengelassen wurde, zum Ursprung. Es ist das Haus des Schöpferischen und weist hier auf grundlegende Erneuerungen in der Gesellschaft hin;  die Konjunktion mit Uranus verstärkt diese Thematik noch. Da die Sonne im Widder steht, sollen die Veränderungen rasch und effektiv angegangen werden. 

 

Im besten Fall ersteht eine offene Gesellschaft (Prinzip Uranus, 11. Haus) mit neuen Regelungen für das Zusammenleben (Mond im Stier in harmonischem Aspekt zu Saturn). 

Mit Widerstand ist jedoch zu rechnen (Mars-Saturn-Pluto im 7.Haus, dem Haus der Öffentlichkeit). Erneuerungskräfte stoßen auf Abwehrkräfte und 


 

 

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5. Dies und Das

 
 

Astrologie-Ausbildung

 

Offene Übungsrunde: Praxis der Radixdeutung:

nächster Termin  Mittwoch, 12.9.,14 bis 17 Uhr:
für Absolventen oder TeilnehmerInnen einer Ausbildung in Psychologischer Astrologie wie auch für alle mit astrologischem Basiswissen.
Offene Gruppe, über  "Zuwachs" freuen wir uns. Eigene Horoskope können mitgebracht und gemeinsam besprochen werden. 


Ort: Stuwerstraße 27B/3/27, 1020 Wien
Beitrag: € 35,-

 

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Impressum

 
Elisabeth Berauer  

Elisabeth Berauer

Praxis Wien:
Praxis- und Bürogemeinschaft
Schwedenplatz 2/3/26, (Eingang Laurenzerberg 5)
1010 Wien

Stuwerstraße 27B/3/27
1020 Wien

Standort OÖ.
Bildungshaus Hotel Waldheimat, Oberndorf 23, 4210 Gallneukirchen

 

Tel: +43 / 664 403 07 38

astrologie@berauer.at
www.berauer-astrologie.at
 

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