Newsletter September 2014

 

Liebe Freunde, Klienten und Astrologie-Interessierte!

Schon seit einiger Zeit  trage ich mich mit dem Gedanken, von Zeit zu Zeit Interessantes aus der Welt der Astrologie niederzuschreiben und mit Ihnen zu teilen. Nun ist es soweit: der erste Newsletter ist fertig und geht hinaus an Ihre Adressen.
Den Anstoß gab eine größere Veränderung in meinem Leben. Ich habe kürzlich demnächst meinen langjährigen Wohnsitz in Oberösterreich aufgegeben und bin nun „Wienerin“ geworden. Allerdings werde ich weiterhin einige Tage pro Monat in der Nähe von Linz arbeiten. Der Newsletter soll nun eine Möglichkeit sein, den Kontakt zu meinen langjährigen und neuen KlientInnen, den Absolventen der Ausbildungslehrgänge und nicht zuletzt den Menschen zu halten, die mir freundschaftlich verbunden sind.

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Zum Inhalt:

> Gedanken zum Zeitgeschehen

> Kleiner Astrokurs

> Horoskopbeispiel: Bergwerksunglück in der Türkei

> Zum Lesen entdeckt

> Dies und Das

> Termine

Der astrologische Teil kann Ihnen, wenn Sie mit der Astrologie nicht vertraut sind, einen kleinen Einblick in diese Symbolik ermöglichen, und all jenen, die sich selbst damit beschäftigen, Ergänzung oder Vertiefung bieten.

Die Deutung eines Horoskops könnte für alle astrologisch Fortgeschrittenen von Interesse und Anregung für die eigene Deutungspraxis sein.

Schließlich möchte ich Ihnen das eine oder andere Buch vorstellen, das ich gerade lese oder gelesen habe und das mich zum Nachdenken angeregt, meinen Horizont erweitert oder einfach berührt hat.

 
 

1. Gedanken zum Zeitgeschehen aus astrologischer Sicht

 

Umbruchszeit

Seit Jahren wird allgemein von einer großen Umbruchszeit gesprochen und viele Menschen erleben derzeit persönliche Krisen und herausfordernde Veränderungen. 

Ich wurde in letzter Zeit oft gefragt, was aus astrologischer Sicht derzeit „los ist“. Viele Menschen beschreiben, dass sie selbst oft wie unter Strom stehen, sich ihr Lebenstempo zu erhöhen scheint, diffuse körperliche Beschwerden auftauchen, eine neue Unzufriedenheit mit ihrer Lebenssituation oder ein allgemeiner Leistungsabfall bemerkt wird. Auch große Krisen sind nicht selten, umgekehrt habe ich auch erlebt, dass in manchem Leben sich auch ganz überraschende, unerwartete erfreuliche Wendungen ereignen, auf die manch einer schon gar nicht mehr zu hoffen gewagt hat.

Seit Juni 2012 sind zwei Planeten unseres Sonnensystems, Uranus und Pluto, in eine astrologisch  bestimmbare Beziehung zueinander getreten. Es ist dies die zweite von vier Phasen eines „Beziehungszyklus“ dieser beiden, die 1965-66 begann. Die derzeitige Beziehung läuft über 3 Jahre und wird sich 2015 abschwächen und dann auslaufen.

Hier treffen nun zwei sehr unterschiedliche Prinzipien (Energien) aufeinander. „Pluto“  steht in der astrologisch-psychologischen Symbolsprache u.a. für die Informationen, die uns durch Vererbung, aus Überlieferung oder aus der Umwelt weitergegeben werden. Oft verhalten wir uns entsprechend dieser Informationen, auch wenn sie nichts mit unserer Wirklichkeit zu tun haben und mehr schaden als nützen (Familien- und Verhaltensmuster, Glaubenssätze...). Dies gilt auch für das Verhalten von Staaten und Völkern. An diesen Fremdinformationen bewusst oder unbewusst festzuhalten und uns von ihnen bestimmen zu lassen, ist typisch für die plutonische Qualität.

 „Uranus“ hingegen steht für die unmittelbare unvoreingenommene Erfahrung, für das Ursprüngliche, für die Kraft zur Veränderung und Aufhebung von Nicht-Mehr-Stimmigem. Uranus ist die Qualität von Neubeginn.

Es versteht sich, dass diese beiden Prinzipien einander fremd sind. Das Festhalten an einer  Vorstellung, einem Muster oder einer für wahr gehaltenen Information (Pluto) führt allzu leicht zur Ausübung oder dem Erleiden von Macht, während die Offenheit für das, was tatsächlich ist (Uranus), Veränderung bewirkt und der Macht somit gefährlich wird.

Im gleichzeitigen Auftreten von Energien solcher Gegensätzlichkeit liegt naturgemäß eine große Spannung. Dem Macht- und Kontrollbedürfnis des (kollektiven) Egos, den von Generation zu Generation übertragenen Informationen und falschen (im Sinn von: rein dem Ego dienenden) Werten steht eine erneuernde, bereinigende Zeitqualität gegenüber.

Alles was schon lange „nicht mehr stimmt“, oder noch nie gestimmt hat, sei es im persönlichen Leben oder im Weltgeschehen, wartet auf Veränderung. Diese Veränderung kann langsam wie der Häutungsprozess einer Schlange vor sich gehen, oder uns auch plötzlich wie ein Blitzschlag treffen.

Wie können wir uns nun persönliche auf diese Zeitqualität einstimmen, um im Sinn von Weiterentwicklung "mitzufließen"?

In diesen Jahren könnten wir

  • erkennen, welche (irrtümlichen) Überzeugungen, Vorstellungen und Glaubenssätze uns bisher lenkten und uns von ihnen verabschieden,
  • erkennen, wie wir "ticken" (sehr empfehlenswert, um sich dessen bewusst zu werden, ist das Enneagramm),
  • herausfinden, in welchen Lebensbereichen wir nicht nach unserer inneren Wirklichkeit leben, was in unserem Leben nur mehr Schein und leere Hülle ist,
  • unser ganz persönliches Gefangen- oder Verhaftet-Sein erleben, um uns daraus zu befreien: an Menschen, Überzeugungen, Orte und Tätigkeiten, die unserer ursprünglichen Eigenart entgegenstehen und uns verhindern
     

Und wie im Kleinen, so im Großen:

Die politischen Unruhen, Kriege und Naturkatastrophen zeigen uns auch auf globaler Ebene, dass eine Veränderung im Denken und Handeln dringend ansteht. Dem Handeln aus Machtinteressen, ohne Verantwortung für unsere Lebenswelt stehen die Kräfte eines veränderten Bewusstseins gegenüber. 

Letzten Endes wird sich wohl die Energie der Erneuerung Bahn brechen, das halte ich für sehr wahrscheinlich. Denn Uranus, das Prinzip des Schöpferischen und Erneuernden, liegt nicht in der Hand des Egos. Es lässt sich nicht für ichbezogene Zwecke verwenden; das Schöpferische liegt außerhalb des persönlichen Ich im transpersonalen Bereich und ist letztendlich stärker als jegliche Vorstellung, wie die Dinge sein sollten. 

Den Lauf der politischen Geschichte können wir nicht beeinflussen, aber eines kann jede/r von uns tun: sich die Fragen stellen

Was möchte ich verändern, was schon lange ansteht?
Wo lebe ich nicht nach meinem Empfinden, nach meiner Wahrheit?
Was möchte ich bereinigen?
Wie lauten meine selbstschädigenden Überzeugungen?
Wie möchte ich wirklich leben?

Wenn wir da ansetzen, wo unsere eigene Notwendigkeit herrscht, ist viel getan!

Freilich: „Auf etwas zugehen, was ich wünsche, heißt etwas anderes verlieren.“ 

Das kann aber durchaus erleichternd sein, wie jeder wohl schon einmal erfahren hat.

Übrigens: Der Songtitel „Rise like a Phoenix“ als Bild der möglichen Neugeburt aus der Asche ist ein sehr passendes Bild der Konstellation Uranus-Pluto! 

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2.Kleiner Astrokurs

 

Was genau ist eigentlich Astrologie?

Astrologie könnte man definieren als ein Instrument zur Beschreibung der Wirklichkeit bzw. der Erscheinungswelt in ihren physischen, seelischen, geistigen und spirituellen Formen.

Wie funktioniert Astrologie?

Die 12 Tierkreiszeichen und die Planeten unseres Sonnensystems werden in der Astrologie als Symbole für Grundprinzipien des Lebens genommen. Jeder nur denkbaren Erscheinungsform, sei sie materiell (wie z.B. ein Baum) seelisch, (wie z.B. das Gefühl von Freude), geistig (Gedanken) oder transpersonal (spirituelle Erfahrung) wohnt eines dieser geistigen Grundprinzipien inne. Kennt man diese Grundprinzipien, so hat man damit eine zwar abstrakte, aber sehr genaue „Sprache“ zur Verfügung, um Existierendes in jeglicher Form zu beschreiben.

Vielleicht fragen Sie sich, wie man aus der Beobachtung einiger weniger Himmelskörper (die ja obendrein unendlich weit von der Erde entfernt sind), Schlüsse auf das Leben auf der Erde ziehen kann.

Wie gesagt, die Planeten fungieren als Symbole für Prinzipien, die ihnen im Altertum, insbesondere der griechischen Antike,  zugeschrieben wurden. Dass diese Zuordnung „stimmt“,  ist tatsächlich geheimnisvoll. 

Es gibt offenbar keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Bewegung der Planeten und Ereignissen auf der Erde. Vielmehr scheint es so zu sein, dass es eine  Entsprechung beider "Welten" auf der geistigen Ebene gibt, auf der alles mit allem zusammenhängt. Der Satz „Wie oben, so unten“, drückt innere, nicht sichtbare Zusammenhänge aus. 

 

Hermann Hesse schreibt in einem Gedicht: 

Jede Erscheinung auf Erden ist ein Gleichnis,
und jedes Gleichnis ist ein offenes Tor,
durch welches die Seele, wenn sie bereit ist,
in das Innere der Welt zu gehen vermag,
wo du und ich und Tag und Nacht
alle eins sind.
Jedem Menschen tritt hier und dort in seinem Leben
das geöffnete Tor in den Weg,
jeden fliegt irgendeinmal der Gedanke an,
dass alles Sichtbare ein Gleichnis sei,
und dass hinter dem Gleichnis
der Geist und das ewige Leben wohne.
Wenige freilich gehen durch das Tor
und geben den schönen Schein dahin
für die geahnte Wirklichkeit des Inneren.

Aus der Erzählung "Iris"

 

Was kann Astrologie nicht bieten?

1. Mit Astrologie kann man Ereignisse bzw. das, was uns in Zukunft begegnen wird, nicht in konkreter Form vorauswissen. Prognose von Erscheinungen ist letzten Endes immer ein Mutmaßen. Sehr genau im Voraus beschreiben lassen sich jedoch prinzipielle Lebens- und Lernthemen, aber nicht, in welches Kleid das Thema schlüpfen und in welcher Form es sich mir präsentieren wird.

2. Mithilfe der Astrologie kann man zwar die Anlagen eines Menschen beschreiben, jedoch nicht wissen, auf welcher Entwicklungs- oder Reifestufe jemand seine Anlagen lebt. Ein Astrologe kann Sie also nicht "durchschauen".

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Horoskopbeispiel: Bergwerksunglück

 

Grubenunglück in der Türkei

Explosion im Bergwerk von Soma, Türkei, am 13.5.2014, gegen 15:30 Uhr, gedeutet nach der Münchner Rhythmenlehre.

301 Bergleute starben bei einem der größten Bergunglücke der Türkei in dem Städtchen Soma im Westen des Landes. Ausgelöst wurde die Katastrophe durch einen Brand aufgrund einer Explosion. Die Opposition der Regierung hatte einige Zeit davor einen Antrag auf Überprüfung der Sicherheit gestellt, der von der regierenden Partei Erdogans abgewiesen wurde.

Der Aszendent in der Jungfrau beschreibt das Thema: Veränderung von bestehenden Bedingungen zum Zweck der Sicherheit des Überlebens. Mit Merkur im 9.Haus ist ersichtlich, dass es um eine Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen gegangen wäre. Dieser Versuch wurde ja offenbar von der Opposition der Regierung gemacht, drang aber nicht durch.

Dass die Sicherheit nicht überprüft wurde, zeigen die Planeten an, die Merkur, Herrscher des Aszendenten, aspektieren: Mars, Jupiter, Uranus und Neptun. Die Warner (AC Jungfrau) wurden nicht gehört (Merkur-Neptun), höchstwahrscheinlich klar und deutlich abgewiesen (Merkur-Mars) und vermutlich mit dem Hinweis auf gegebene Sicherheit beruhigt bzw. die Situation schöngeredet (Merkur-Jupiter-Uranus).

Diese Fehlentscheidung, Warnungen außer Acht zu lassen (AC), wirkt sich nun schicksalhaft (bestimmend) auf Menschen aus. Mond als Mit-Herrscher des 10.Hauses, zuständig für die Bestimmung, steht in Haus 2 im Skorpion: Es trifft eine Gemeinschaft von Menschen in einem unterirdischen Revier. Das Bestimmende, das zum Unglück führte, ist laut einer weiteren Konstellation im 10.Haus, nämlich Jupiter in Opposition zu Pluto, eine Verfügung, also eine Verordnung, die sowohl die notwendige Veränderung (Uranus) als auch die eigentlich wahre Bestimmung (Saturn) ignorierte. Wenn jedoch das, was getan werden soll, nicht getan wird, manifestiert es sich in irgendeiner anderen, meist unangenehmen Form im Realen. Die ignorierten Prinzipien Uranus und Saturn führen in letzter Konsequenz  zum "Zerbrechen einer Form". Insofern ist ein tragisches Ereignis immer ein Bild für etwas Nicht-Geschehenes. 

Im Übergang vom 8. in das 7. Haus finden wir die Bedeutung des Ereignisses. Mars als Herrscher  des 8. Hauses erscheint im 1.Haus als konkrete und äußerst gewaltsame  Zerstörung (Mars-Uranus-Pluto). Uranus im 7.Haus zeigt an, dass mit diesem Unglück eine Veränderung (Uranus) im öffentlichen Bewusstsein (7.Haus) angestoßen werden soll bzw. könnte. 

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4. Zum Lesen entdeckt

 

"Traumsammler" von Khaled Hosseini

Im heurigen Frühjahr stieß ich zufällig auf diesen Roman des in den USA lebenden afghanischen Arztes und Schriftstellers, der vielen vielleicht schon bekannt ist durch seinen berühmt gewordenen Roman „Drachenläufer“.

Der Autor erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens aus einem armen Dorf, das von seinem Vater in die Hauptstadt an ein kinderloses Paar verkauft wird. Auf über 400 Seiten taucht der Leser ein in das Leben verschiedenster Menschen, die mit diesem Kind und seinem Lebenslauf auf irgendeine Weise in Verbindung stehen oder treten. Auf unglaublich realistische, psychologische und zugleich fast poetische Weise erzählt, entstehen vor dem inneren Auge Bilder einer anderen Kultur, von Landschaften und Orten, von Lebensweisen, von Beziehungen in Liebe oder Schuld, von Leiden, Verstrickungen und Versöhnung. Hosseini ist in meinen Augen ein außergewöhnlicher Erzähler. Sein Blick auf die Menschen ist nie polarisierend, es gibt keine „Guten“ oder „Bösen“, nur Menschen mit Bedürfnissen, Menschen die lieben und hassen können, Fehler machen und Gutes tun…Hat man einmal zu lesen angefangen, mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist ein Buch, das das Herz berührt.

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Dies und Das

 

Ausblick Weihnachten

Geht es Ihnen auch so, dass die Zeit nach dem Sommer bis Weihnachten immer wie im Flug vergeht? Und manchmal wenig Zeit bleibt, um sich Gedanken für ein Weihnachtsgeschenk zu machen? 

Darum gleich jetzt schon eine kleine Anregung. Vielleicht freut sich ja der eine oder andere Ihrer Lieben über ein astrologisches Geschenk in Form einer Beratung oder einer schriftlichen Ausarbeitung ihres Horoskops. 

Schriftliche Horoskope können Sie für Erwachsene und Kinder bestellen (Computeranalysen, Umfang ca. 28 Seiten).

Näheres finden Sie auf http://www.berauer-astrologie.at/analysen.asp

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Termine

 

Aus- und Fortbildungstermine Herbstsemester 2014

23.9.: Übungsabend in Altenberg

Ort: Reichenauerstraße 7, 4203 Altenberg

Anmeldeschluss: 15.9.

18.11.: Übungsabend in Gallneukirchen

Ort: Schloß Riedegg, Riedegg 1, 4210 Gallneukirchen
Beginn: 18.30 Uhr
Kosten: € 35.-

Anmeldeschluss: 10.11.

10.10.: Fortbildungsnachmittag in Gallneukirchen 

Thema: Ortsastrologie
Ort: Bildungshaus Schloss Riedegg, Riedegg 1, 4210 Gallneukirchen
Beginn: 14:30 Uhr, Ende: 18:30 Uhr
Kosten: € 75.-

Anmeldeschluss: 26.9.

ab November in Wien:  Beginn von Ausbildungslehrgängen für Einzelpersonen und Kleingruppen

Modus: Privatunterricht, Beginn nach Vereinbarung

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Impressum

 
Elisabeth Berauer  

Elisabeth Berauer

Praxis Wien:
Praxis- und Bürogemeinschaft
Schwedenplatz 2/3/26, (Eingang Laurenzerberg 5)
1010 Wien

Standort für OÖ.
Bildungshaus Schloss Riedegg, Riedegg 1, 4201 Gallneukirchen

Tel: +43 / 664 403 07 38

astrologie@berauer.at
www.berauer-astrologie.at

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